Agility – Der Hund als Leistungssportler

Agility – Der Hund als Leistungssportler

Wenn Hunde Sport machen, dann gilt im Prinzip das gleiche wie für Menschen: Vorbereitung, richtige Übungen und Training sind wichtig.

Die gesundheitlichen Risiken beim Agility-Sport stellt Dr. Schamhard, ein veterinärmedizinisch orientierter Biomechaniker der Veterinär-Universität Utrecht / Niederlande heraus. Hunde sind beim Agility nicht automatisch vor Überlastung geschützt. Bei Sprüngen zeigt sich z.B. eine Überdehnug des Vorderfußes.

Beim Absprung des Hundes vor Hindernissen kommt es dazu, dass der gesamte Vorderfuß aufsetzt, das Gelenk wird überstreckt. Diese Überstreckung gehört aber durchaus zum normalen Bewegungsrepertoir von Hunden. Bei der Landung ist die Belastung um ein Vielfaches höher. Abhilfe kann man schaffen, wenn die Hürdenabstände verringert werden, was den Hund verlangsamt.

Ebenso hilfreich ist es, die Hürden zu erhöhen, was die Sprungwinkel steiler macht und zu einer physiologisch günstigeren Haltung des Hundes führt. Sprünge, in denen sich der Hund verdreht, haben ein besonderes Überlastungspotential. Langfristig kann diese Überlastung der Gelenke das Risiko einer Arthrose steigern, die mit dauerhaften Schmerzen verbunden ist. Weitere Gefahrenmomente sind die Querlatten auf den Kontaktzonenhindernissen, die zu Pfotenquetschungen führen können.

Deshalb wurden die Querlatten auf der Wippe verboten, bei A-Wand und Steg müssen heutzutage die Leisten flacher und abgerundet sein. Ebenso sollte man darauf achten, dass man die Rutschfestigkeit der Kontaktzonengeräte erhöht. Ferner wird darauf hingewiesen, dass die Hauptgefahren für Überlastungen bzw. Verletzungen nicht bei Wettkämpfen mit vergleichsweise kurzen Belastungszeiträumen liegen, sondern im Training, wo die Belastungsintensität sowie die Dauer tatsächlich viel höher als bei Bewerben und Prüfungen ist.

Das heißt, Hunde die Agility betreiben, sind tatsächlich Leistungssportler und zum Hundetraining sollte eine Physiotherapie gehören, die vor Training und Wettkampf das Aufwärmtraining optimiert und nach der Leitungsphase für Entspannung sorgt.

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