Hunde am Arbeitsplatz

Hunde am Arbeitsplatz

Viele Hundehalter träumen davon ihren tierischen Begleiter auf den Arbeitsplatz mitnehmen zu können. Werden wichtige Faktoren bereits im Vorfeld bedacht, können Hunde eine große Bereicherung für das Arbeitsklima sein. Hunde leiden unter sozialer isolation und langeweile Sie laufen bellend am Gartenzaun auf und ab oder jaulen und winseln über Stunden an der Wohnungstüre – während ihre Menschen in der Arbeit sind. „Trennungsangst“ (ein Phänomen der Evolution) und Langeweile (Beschäftigungs- oder Bewegungsmangel) gelten als Hauptursache für so genannte „Ruhestörer“, die viele von uns aus ihrer Nachbarschaft kennen. Es ist nicht schwer, sich in die Psyche dieser Hunde zu versetzen. Wie würden wir uns fühlen, wenn man uns täglich 8 Stunden in einer Wohnung alleine (ohne Fernseher, Telefon, Internet und andere Ablenkungen) zurück lassen würde? Wie schnell würde uns die Decke auf den Kopf fallen? Spätestens, wenn die „volle Blase“ drückt, wäre unsere Geduld (ohne Aussicht auf Erleichterung) bald am Ende. Emotionale Frustration, Langeweile und Einsamkeit bedeuten für den Organismus Dauerstress, der sich langfristig auf Gemüt und Gesundheit schlagen kann. Unseren Hunden ergeht es da nicht anders Unserem Hund und Umfeld zuliebe, sind wir gezwungen über Alternativen nach zudenken. Am besten noch vor Anschaffung eines Hundes! Die Suche nach einem geeigneten Hundesitter (dem man tagsüber seinen Vierbeiner bedenkenlos anvertrauen kann), gestaltet sich oft schwerer als gedacht. Viel naheliegender ist der Gedanke, seinen Hund „einfach“ in die Arbeit mitzunehmen. Irene Holzbauer (Abtl.-Leiterin Arbeitsrecht/ AK Wien) warnt jedoch vor zuviel Spontanität: „Einen grund sätzlichen Rechtsanspruch gibt es nicht. Nur nach ausdrück- licher Erlaubnis des Arbeitgebers ist das Mitbringen des eigenen Hundes gestattet. Treten Schwierigkeiten auf, kann der Chef sein Einverständnis jederzeit widerrufen.“ Ob die Zusammenführung von Job & Hund glückt, hängt von vielen Faktoren (siehe Infokasten) ab, die wir im Vorfeld vielleicht nicht bedenken. Im persönlichen Gespräch (mit allen Beteiligten) können Für und Wider einer Aufnahme des „pelznasigen Teammitgliedes“ abgewogen werden. Hat der Chef „grünes Licht“ gegeben, sollten wir in Ruhe überdenken, ob unser „vierbeiniger Bewerber“ den Anforderungen des Arbeitsalltages gewachsen ist. Wie geht unser Hund damit um, wenn er nicht im Mittelpunkt steht? Kann er während der Arbeitszeit über mehrere Stunden auf „Standby“ schalten? Bleibt er gelassen, wenn Kollegen oder Kunden unangemeldet „sein“ Büro stürmen?  Hat er bereits gelernt auf Aufforderung in seinem Hundekörbchen zu bleiben? Kein Arbeitgeber sieht es gerne, wenn die Leistung seiner Mitarbeiter unter den ständigen Ablenkungen eines unerzogenen Hundes leidet. Wichtige Erziehungsmaßnahmen sollten primär im Privatleben ihren Platz finden. Entspannte Hunde sind am Arbeitsplatz gerne gesehen. Studien belegen: Die innere Ruhe, die ein Tier ausstrahlt, hat einen positiven Einfluss auf das Arbeitsklima, die Motivation und Kreativität der Mitarbeiter. Eine kurze Streicheleinheit (statt der gewohnten Zigarettenpause) senkt den Blutdruck und ein Spaziergang in der Mittagspause hilft den Kopf zu lüften. Schnell wird aus dem (anfangs vielleicht etwas skeptisch betrachteten) Neuankömmling ein nicht mehr weg zu denkender Firmenliebling.

 

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