Hunde vegetarisch oder vegan ernähren?

Hunde vegetarisch oder vegan ernähren?

Viele Tierhalter sind gegen die massenhafte Haltung und Tötung von Schlachttieren. Die Fütterung des Hundes mit Fleisch ist daher vor allem für Menschen, die sich selbst vegetarisch ernähren, oft schwierig.

Mittlerweile gibt es zahlreiche Studien, die sowohl dafür als auch dagegen sprechen, den Hund vegetarisch zu ernähren. Die Diskussion dreht sich auch darum, ob es sich bei Hunden um Fleischfresser oder Allesfresser handelt. Zwar stimmen die meisten Experten zu, dass Hunde keine reinen Fleischfresser sind und ihr Nahrungsspektrum flexibler ist als beispielsweise das von Katzen.

Heute werden Hunde oftmals einer Grauzone zwischen Fleischfresser und Allesfresser zugeordnet. Jedoch unterscheidet sich der Verdauungstrakt des Haushundes nach wie vor kaum von dem eines Wolfs – er ist in erster Linie auf fleischliche Nahrung ausgelegt. Einige pflanzliche Nahrungsquellen fsind allerdings für den Hund gut verwertbar; eines der größten Probleme ist aber die Versorgung mit essenziellen Aminosäuren. Die meisten pflanzlichen Proteinquellen bieten nicht das optimale Aminosäureprofil für die Hundeernährung. Die meisten Tierärzte raten davon ab, den Hund vegetarisch oder vegan zu ernähren. Auch Europas größte Tier- und Naturschutzorganisation, der Deutsche Tierschutzbund e.V., empfiehlt eine ausgewogene Ernährung der Hunde mit Fleisch und Gemüse. Jedoch bedeutet dies nicht, dass ein vegetarisch ernährter Hund zwangsläufig krank wird.

Es ist kein Problem, seinem Hund hin und wieder vegetarische oder vegane Mahlzeiten zu verfüttern. Wer jedoch dauerhaft auf Fleisch oder alle tierischen Produkte in der Hundeernährung verzichten möchte, muss sich darüber bewusst sein, dass dies um ein Vielfaches schwieriger ist als eine Mischkost, zum Beispiel in Form von Nass- oder Trockenfutter.

Um nicht nur den täglichen Energiebedarf des Hundes abzudecken, sondern auch alle essenziellen Aminosäuren und Mikronährstoffe – auch z.B. Kalzium, Vitamin E und Vitamin B12 – brauchen vegetarisch ernährte Hunde in der Regel Nahrungsergänzungsmittel. Es besteht die Gefahr einer Mangelernährung des Hundes, wenn man zu den falschen Zutaten greift oder keine optimale Zusammensetzung der Nahrungsmittel wählt. Bei Welpen kommt es dann zum Beispiel zu Untergewicht und Problemen beim Knochenaufbau. Auch bei erwachsenen Hunden sind bei dauerhaften Nährstoffdefiziten gesundheitliche Schäden möglich. Daher ist es wichtig, den vegetarischen Rations- und Ernährungsplan des Hundes genau mit einem Tierarzt abzustimmen. Auch der Hund selbst sollte regelmäßig tierärztlich untersucht werden, um mögliche Mangelerscheinungen schnell zu erkennen und gegensteuern zu können.

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