Schmerzen beim Hund erkennen und behandeln

Schmerzen beim Hund erkennen und behandeln

Wie aber erkennt man Schmerzen beim Hund, schließlich können sie ja nicht mit uns reden?

Bei akutem (also plötzlich auftauchendem) Schmerz legen Hunde oft die Ohren an, ihre Pupillen erweitern sich, sie winseln, jaulen oder zeigen Abwehrverhalten wie Knurren oder Schnappen und versuchen die Schmerzursache zu beseitigen, indem sie ausweichen, wegzucken, bei einem Fremdkörper versuchen diesen herauszuziehen oder wegzuwischen. Es kommt oft zu einer kurzen, aber starken Anspannung, die auch mit Zittern einhergehen kann. Der Hund hält meist durch den Schreck für einen Moment die Luft an, hechelt aber danach heftig und oft sieht man Schuppen am Fell, die durch den Stress ausgelöst wurden.

Behandlungsmöglichkeiten bei Schmerzen 

Schulmedizinische Möglichkeiten

Kann die Ursache behoben werden, ist dies natürlich prioritär. Bei einer bakteriellen Augeninfektion kann dies beispielsweise durch eine antibiotikahaltige Salbe erfolgen, bei Schmerzen durch einen Fremdkörper durch Entfernung dieses, usw. Bei gewissen Krankheitsbildern, wie der Hüftgelenksdysplasie, dem Kreuzbandriss oder einem Bandscheibenvorfall oder Tumoren ist eine Operation sinnvoll bzw. unumgänglich. In die Überlegungen müssen hier das Stadium der Krankheit und der Gesamtzustand des Tieres (z.B. Alter des Hundes, Gesundheitszustand, Gewicht  etc.) mit  einbezogen werden um so die geeignete Operationsmethode für das Tier zu ermitteln.

Schmerzmittel

Durch die Gabe von Schmerzmitteln kann die bewusste Wahrnehmung der Schmerzen gemindert werden. Handelt es sich um entzündungshemmende Schmerzmittel, wird durch sie zusätzlich die Ursache, wie z.B. Nervenentzündungen oder Gelenksentzündungen, eingedämmt, was bei Bewegungsapparatproblemen besonders relevant ist. Es stehen viele verschiedene Schmerzmittel mit entzündungshemmenden Eigenschaften (Antiphlogistika), die speziell für Tiere produziert wurden, am Markt zur Verfügung. Von Präparaten des Humansektors (z.B. Paracetamol) sollte unbedingt Abstand genommen werden, da diese oftmals für Tiere toxisch sein können.